Öffnung der Prioritätsgruppe 3

Informationen zur Öffnung der Prioritätsgruppe 3 (§4 CoronaImpfV).

Ab wann können sich Angehörige der Priogruppe 3 (mit erhöhter Priorität) nach der Corona-Impfverordnung zur Impfung anmelden?

Seit Freitag, 23. April, können sich Personen gemäß §4 Corona-Impfverordnung für einen Impftermin registrieren. Das bestehende System aus Onlineportal www.impfterminservice.hessen.de und telefonischer Hotline (0611 505 92 888) steht hierfür zur Verfügung. Wer sich dort registriert, bekommt die Termine für Erst- und Zweitimpfung automatisch per Post oder per E-Mail zugesendet.
Wenn der Vorschlag nicht passt oder ein Paartermin bevorzugt wird, können Umbuchungen jederzeit online oder täglich zwischen 8 und 20 Uhr telefonisch erfolgen. Das Land Hessen bestimmt nicht darüber, wer wann einen Termin erhält. Grundsätzlich läuft die Terminvergabe innerhalb der Priorisierungsgruppe 3 nach dem Zufallsprinzip und richtet sich stets nach den verfügbaren Impfdosen. Da die Terminvergabe stets in Abhängigkeit vom verfügbaren Impfstoff erfolgt, können bis zur Zuweisung eines Termins ggf. mehrere Wochen vergehen. Wir bitten, in diesem Zusammenhang auf Nachfragen zu verzichten.
Personen der Prioritätsgruppe 1 und 2 (§§ 2 und 3 CoronaImpfV) können sich weiterhin für einen Termin registrieren.

(Stand 30.04.2021)

Priorisierungsgruppe 3: Wer ist jetzt impfberechtigt?

Wie die bereits priorisierte Gruppe 2 ist die nun auch die geöffnete Gruppe 3 sehr heterogen. Impfberechtigte der Priorisierungsgruppe 3 haben nach der bundesweiten Corona-Impfverordnung eine erhöhte Priorität und werden daher bevorzugt geimpft. Registrieren können sich alle Personen, die in §4 der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums genannt werden. Grundsätzlich lässt sich der Anspruch aus Alters-, Gesundheits- oder Berufsgründen ableiten.

  • So befinden sich rund 700.000 Hessinnen und Hessen im Alter von 60 bis 69 Jahren in der Gruppe 3.
  • Unabhängig von ihrem Alter gehören Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion auch zur Gruppe 3, z.B. Menschen mit akuten Herzleiden, Asthma, Rheuma oder Autoimmunerkrankungen.
  • Aufgrund ihres Berufs sind beispielsweise Mitarbeiter in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen und öffentlichen Verwaltung, im Bereich der Kritischen Infrastruktur, im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes oder Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind, impfberechtigt. Eine vollständige Aufzählung finden Sie in §4 der Coronaimpfverordnung.

(Stand 30.04.2021)

Wer genau wird in § 4 Coronaimpfverordnung genannt?

Auszug aus der Corona-Impfverordnung vom 31. März 2021. Die erste Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Impfverordnung vom 29. April 2021 ist hier nicht berücksichtigt. Diese kann hier nachgelesen werden: https://corona-impfung.hessen.de/f%C3%BCr-helfer/corona-impfverordnung 

(1) Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
  2. folgende Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:

a) Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen,
b) Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
c) Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
d) Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
e) Personen mit Asthma bronchiale,
f) Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
g) Personen mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
h) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
i) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,

  1. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  2. Personen,

a) die Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
b) die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind,
c) die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind, oder
d) die als Wahlhelfer tätig sind,

  1. Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,
  2. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut,
  3. Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,
  4. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht von § 3 Absatz 1 Nummer 9 erfasst sind, tätig sind,
  5. sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

(2) Für Personen nach Absatz 1 Nummer 1 gilt § 2 Absatz 2 entsprechend.

(Stand 04.05.2021)

Wo finde ich weitere Informationen, die mir helfen zu verstehen, ob ich impfberechtigt bin?

Hierzu finden Sie Informationen in den Auslegungshinweisen:

https://corona-impfung.hessen.de/sites/corona-impfung.hessen.de/files/Auslegungshinweise%20Stand%2008.04.2021%20incl.%20Anhang.docx.pdf

(Stand 30.04.2021)

Wie kann ich einen Impftermin vereinbaren?

Es ist möglich sich telefonisch über die Hotline 0611 505 92 888 oder online unter impfterminservice.hessen.de für die Zuweisung eines persönlichen Corona-Schutzimpfungstermins registrieren lassen.
Es können je nach Verfügbarkeit von Impfstoff mehrere Wochen vergehen, bis Sie eine Nachricht erhalten, bitte haben Sie Geduld.

Wie Sie sich über das Online-Portal impfterminservice.hessen.de für einen Impftermin registrieren, erfahren Sie im Video unter Medien > Videos > "Wie registriere ich mich für einen Impftermin?".

(Stand 30.04.2021)

Was ist, wenn ich zur Priogruppe 1 und 2 gehöre und mich noch nicht für einen Impftermin registriert habe?

Sie können sich weiterhin für Ihren Impftermin registrieren.

(Stand 30.04.2021)

Erhalte ich meinen Termin direkt im Anschluss an die Registrierung per E-Mail bzw. per Post?

Je nach Impfzentrum kann es unterschiedlich lange dauern, bis Sie einen Impftermin zugewiesen bekommen. Der Grund: In einigen Landkreisen leben im Durchschnitt vergleichsweise weniger ältere Bürgerinnen und Bürger als in anderen Landkreisen. In diesen können Personen, die der Priorisierungsgruppe 3 angehören tendenziell früher mit einem Impftermin rechnen. In anderen Regionen sind zunächst noch einige Impfberechtigte der Priorisierungsgruppe 2 an der Reihe, bevor Personen der Priorisierungsgruppe 3 einen Termin erhalten können.

(Stand 30.04.2021)

Mit welchem Impfstoff werde ich geimpft?

Sie erhalten nach dem Zufallsprinzip, der Impfstoffverfügbarkeit und den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO einen der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe. Eine Impfstoffwahl besteht aktuell nicht.

(Stand 30.04.2021)

Wer gehört zu den Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind und wie muss dieses nachgewiesen werden?

Die Bereiche der Kritischen Infrastrukturen wurden in der sogenannten KRITIS-Übersichtsliste Hessen systematisiert. In welchen Sektoren und Branchen welche kritischen Dienstleistungen erbracht und kritischen Prozesse vollzogen werden, können Sie hier einsehen: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/unternehmen-und-arbeitnehmer/bereiche-kritischer-infrastrukturen-kritis-0

Der Nachweis und damit die Impfberechtigung erfolgt durch den Arbeitgeber, der einen entsprechenden Tätigkeitsnachweis ausstellt.

(Stand 30.04.2021)

Wie können Selbständige ihre Anspruchsberechtigung gemäß §§ 4 Abs. 1 Nr. 4 und 5 CoronaImpfV nachweisen?

Der Nachweis der Anspruchsberechtigung gemäß §§ 4 Abs. 1 Nr. 4 und 5 CoronaImpfV kann durch Selbstständige im Rahmen einer Selbstbestätigung in Verbindung mit einem Nachweis über die selbstständige Tätigkeit erbracht werden. Die Selbstbestätigung muss die Zugehörigkeit zu einem in §§ 4 Abs. 1 Nr. 4 und 5 CoronaImpfV aufgeführten Bereich sowie das Vorliegen einer besonders relevanten Position dokumentieren.
Der Nachweis über die Selbstständigkeit der Tätigkeit lässt sich z.B. durch Vorlage folgender Unterlagen führen (Aufzählung nicht abschließend):

  • eine Zulassungsbescheinigung des Landesverbandes der Krankenkasse oder des zuständigen Gesundheitsamtes
  • eine Steuernummer/ Umsatzsteuer-ID nebst Bestätigung des jeweiligen Finanzamtes für den Geschäftsbetrieb
  • Mitgliedschaftsnachweis in einem Berufsverband (Anwaltskammer, Handwerkskammer etc.)
  • Handelsregister-Auszug
  • Gewerbeschein

(Stand 28.04.2021)

Ich interessiere mich für eine Impfung mit Astrazeneca, wo kann ich diese erhalten?

Ab sofort können in Hessen Personen, die noch nicht das 60. Lebensjahr vollendet haben, mit dem Wirkstoff der Firma Astrazeneca geimpft werden. Diese Möglichkeit besteht vor allem für Impfungen bei dem jeweiligenHausarztbzw. derHausärztin. Voraussetzung hierfür ist neben der Verfügbarkeit des Vakzins die individuelle Bereitschaft der aktuell impfberechtigten Person sowie ein entsprechendes Aufklärungsgespräch des impfenden Arztes oder der Ärztin und eine individuelle Risikoabwägung. Eine Impfberechtigung nach der geltenden Impfverordnung ist alsonichterforderlich. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, die die Impfung nach Verfügbarkeit des Impfstoffes von Astrazeneca in Ihren Praxen vornehmen.

(Stand 26.04.2021)

Die FAQ haben keine Rechtsverbindlichkeit.

Hessen-Suche