Impfstoffe

Welche Impfstoffe gegen die COVID-19-Erkrankung gibt es?

Weltweit wurden von mehreren Unternehmen Impfstoffe entwickelt oder befinden sich in der Entwicklung. In Europa wurde die ersten Impfstoffe Ende des Jahres 2020 zugelassen.
Die Zulassung von Impfstoffen nach strengsten Kriterien ist die Voraussetzung für eine Verabreichung. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gewährleistet die wissenschaftliche Evaluierung, Überwachung und Sicherheitsüberprüfung von Arzneimitteln in der EU. Folgende Impfstoffe sind in Europa zugelassen:
• Comirnaty® Hersteller: BioNTech/Pfizer
• Spikevax® Hersteller: Moderna
• Vaxzevria® Hersteller AstraZeneca
• COVID-19 Vaccine Janssen®. Hersteller: Johnson&Johnson
Mehr Informationen zu den Impfstoffen finden Sie auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI):https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html
In Deutschland gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) Empfehlungen zur Verimpfung der von der EMA zugelassenen Impfstoffe. Das Land Hessen orientiert sich in der Umsetzung seiner Impfstrategie an den Empfehlungen der STIKO. (Stand 30.06.2021)


Eine vollständige Impfung bedeutet bei den meisten Impfstoffen eine erste und eine zweite Impfung. Warum ist die zweite Impfung so wichtig?


Die höchste Wirksamkeit wird in der Regel 14 Tage nach der zweiten Impfung mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca beziehungsweise nach der einmaligen Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erreicht. Dies trifft insbesondere für die Wirksamkeit gegen Virus-Varianten zu.
Für den COVID-19 Vaccine Janssen-Impfstoff wurden bislang noch keine Wirksamkeitsdaten bezüglich der Delta-Variante vorgelegt (Stand 24.06.2021).
Auch nach einer vervollständigten Impfserie sind Ansteckungen und Übertragungen des Virus weiter möglich und Hygieneregeln müssen beachtet werden.

Warum soll bei einer AstraZeneca-Erstimpfung idealerweise die Zweit-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen?

Nach der neuesten Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut, STIKO, sollten Impfserien, die mit dem Vektorimpfstoff der Firma AstraZeneca (Vaxzevria®) begonnen wurden, mit einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® oder Spikevax®) abgeschlossen werden. Ziel ist ein besserer Schutz vor Coronavirus-Varianten.

Eine Impfreihenfolge mit zwei verschiedenen Impfstoffen nennt sich heterologes Impfschema. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die von der STIKO empfohlenen Kombinations-Impfung eine deutlich stärkere Immunantwort erzielt.
Dies bedeutet, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die als erste Impfung den AstraZeneca-Impfstoff erhalten haben, bei der Zweitimpfung nun das Angebot eines mRNA-Impfstoffs erhalten.
Wer seine Impfserie stattdessen wie geplant mit dem Impfstoff von AstraZeneca abschließen möchte, kann dies weiterhin tun.


Aus organisatorischen Gründen bleibt für Personen, die sich bis zum 30. Juni 2021 für einen Impftermin registriert haben, der Abstand von zwölf Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung bestehen.
Aus dem gleichen Grund wird der Impfabstand für Personen, die einen Erstimpftermin ab dem ersten Juli 2021 erhalten haben, neun Wochen betragen. (Stand 05.07.2021)
 

Die FAQs haben keine Rechtsverbindlichkeit.

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